VERANSTALTUNGSPROGRAMM

Umwelt erfahrbar machen und die eigene Zukunft gestalten, dass haben wir uns für den Jugendumweltgipfel auf die Fahne geschrieben. An drei Tagen bieten wir euch ein informatives spannendes Programm mit Mitmach- und Gestaltungsmöglichkeiten rund um das Thema Umwelt.

Hier findet ihr alle Infos zu Speedvorträgen & Workshops, der Podiumsdiskussion, dem Politikforum und der Projektwerkstatt.

Am Besten gleich anmelden! 

SPEEDVORTRÄGE UND WORKSHOPS

 

 

Damit du dich leicht in unserem umfangreichen Programm zurechtfindest, gibt es hier die Legende, die dir bei der Orientierung zu Themen und Aktionsformen hilft.

Klima & Energie  Ressourcenschutz  Natur  Mobilität  Stadtentwicklung  Nachhaltiger Konsum

 

= Speedvortrag: Kurz aber knackig erhältst du am Freitag Einblicke in eine Vielzahl verschiedener Umwelthemen. Die Vorträge dauern jeweils nur 15 Minuten, danach wechselst du in einen anderen Vortrag. So kannst du verschiedene Speedvorträge besuchen und dir einen Überblick über die Themen verschaffen.

= Workshop:  Am Samstag hast du Zeit deine Interessensgebiete zu vertiefen. Rumprobieren, Ideen spinnen und gestalten kannst du in den Workshops, die von Experten aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik angeboten werden.
 
Beschreibung: http://jug2011.de/typo3/clear.gif

Aktionsformate für die Workshops:

 

= Praktische Aktion;  = Vortrag;  = Gruppenarbeit;  = Planspiel; = Exkursion

 

 

Atomkraft – nein Danke! Wie sieht eine umweltfreundliche Energieversorgung für Hamburg aus?

Wir handeln den Energiemix der Zukunft aus!

Wir alle brauchen ständig Energie, zum Wohnen und Heizen. Hamburg hat dazu mit dem Hafen und als Industriestandort einen riesen Energiebedarf. Wie kann eine umweltfreundliche Energieversorgung aussehen? Ihr handelt als Verbraucherlobby, Windkraft-, Biogasanlagen- und Kohlekraftwerksbetreiber, sowie Umweltschützer in einem Planspiel einen umwelt- und klimafreundlichen Energiemix für Hamburg im Jahr 2050 aus.

 Christian Maaß, Staatsrat a.D.

 Wolfgang Gründinger

 

Land unter oder Südsee ahoi: Wie wird das Klima in Hamburg 2050?

Das Klima verändert sich, doch wie verändert das unser Leben? Wir besprechen die Folgen, mögliche Maßnahmen und Anpassungen an den Klimawandel. Wie werden sich Niederschläge und Temperatur in Norddeutschland verändern? Welche Klimaszenarien gibt es für Hamburg? Wie kann man darauf reagieren? Zum Beispiel mit der richtigen Klamotte für jede Wetterlage, selbstgeschneidert aus Abfall-, Gebraucht-und Recyclingmaterialen. Wir schauen in die Tonnen, sammeln und schaffen etwas Neues: nämlich Mode! Und das nicht nur, um richtig gut oder besonders schräg auszusehen, sondern auch um möglichen Extremwetterlagen der Zukunft zu trotzen! Das Ganze gipfelt in einer Modenschau!

David Grawe, KlimaCampus, Universität Hamburg

 European playwork association

 

Klimawandel Nord-Süd: Wer zahlt die (Klima)Zeche?

Am Beispiel von Leon, Nicaragua erfahren wir, wie die Menschen im Süden vom Klimawandel betroffen sind und was das mit uns zu tun hat. Wir lernen das Projekt "Agua es vida" kennen, erfahren etwas über die Situation der Bauern vor Ort und diskutieren über die Arbeit an solargetriebenen Wasserpumpen gemeinsam mit SchülerInnen der Stadtteilschule Blankenese.

 Clemens Krühler, Stadtteilschule Blankenese

Clemens Krühler, Stadtteilschule Blankenese

 

Umweltschutz vs. regenerative Energie? Geht's auch zusammen? Der Konflikt zwischen Agroenergie, Maismonokulturen und Artenvielfalt.

Der Biosprit E10 ist in aller Munde. Eigentlich eine gute Idee, Autos mit Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen fahren zu lassen, denn wir wollen ja weg vom Öl. Nur führt diese Form der Energienutzung dazu, dass der Anbau von Monokulturen stark zunimmt und der Mais statt auf dem Teller im Tank landet. Das schadet nicht nur langfristig der Lebensmittelversorgung, sondern macht das Überleben von vielen Pflanzen und Tieren unmöglich und bedroht die Artenvielfalt. In diesem Workshop wollen wir über die Argumente für und gegen Agroenergie sprechen und an Positivbeispielen zeigen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Energiebedarf und Naturschutz aussehen kann.

 Florian Schöne, NABU

 Ingo Ludwichowski, NABU Schleswig-Holstein

 

Virtuelles Wasser - blaues Gold? Wie viel Wasser steckt in einem Toastbrot?

Pro Kopf und Tag verbrauchen wir heute rund 130 Liter des kostbaren Stoffs. Unser tatsächlicher Wasserverbrauch liegt aber bei rund 4.000 Litern täglich. Sogenanntes "Virtuelles Wasser" bezeichnet die Menge Wasser, die gebraucht wird, um ein Produkt herzustellen - sei es Toastbrot, Steak oder Laptop. Wie wird das berechnet? Was bedeutet Virtuelles Wasser für die Wirtschaft? Diese und weitere Aspekte sollen hier bearbeitet und diskutiert werden.

  Sebastian Bensmann, Viva con Agua

 Sebastian Bensmann, Viva con Agua

 

Was ist uns Natur wert? Experiment einer Preisfindung

Die Dienstleistungen, die alle lebenden Tier- und Pflanzenarten und auch die verschieden Ökosysteme wie Wälder, Flüsse und Meere erbringen sind vielfältig und lebenswichtig für den Menschen. Erst wenn sie degradieren oder verschwinden wird deren Verlust wahrgenommen: Wo Wälder standen, erodieren die Böden und werden unfruchtbar; Schiffe müssen noch weiter fahren, um auch die letzten Fische zu fangen. Wäre es nicht viel schlauer mit der Natur zusammenzuarbeiten und die zahlreichen positiven Leistungen der Natur intelligent – also nachhaltig – zu nutzen? Ihr erhaltet hier eine Einführung in den Wert von Biodiversität und Ökosystemen, unseren täglichen Nutzen von Natur und die Abschätzung der ökonomischen Bedeutung.

 Johannes Förster, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

 Johannes Förster, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

 

Gentechnik: Fluch oder Segen? Die Vorzüge und Gefahren von Gentechnik in der Landwirtschaft.

Die Art und Weise wie Landwirtschaft betrieben wird und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden beeinflusst maßgeblich unsere Umwelt und unser Klima. Gentechnik versteckt sich an vielen Orten, auch auf dem Acker und in so manchem leckeren Produkt. Doch was bedeutet das für uns und unsere Umwelt? Wir gucken hin und bilden uns eine Meinung.

  Mireille Hönicke, Agrarkoordination e.V.

Mireille Hönicke, Agrarkoordination e.V.

 

Durch die Kamera geguckt: Natur in der Stadt, Mensch in der Natur

Eine Photosafari als künstlerische Auseinandersetzung mit Gras und Asphalt.

Eine Pusteblume bricht durch den Asphalt - wo eben noch Stadt war, beginnt jetzt Natur. Wir gehen auf die Suche nach diesen Orten, wo Grün und Grau sich treffen und die Grenze zwischen Stadt und Natur verschwimmt. Ein Streifzug mit Kamera durch Stadt und Park.

 Andrea Segelbach, Photographin; Maria Boness, DJN

 

Die NAJU kennenlernen - Naturschutz selbst gemacht

praktischer Naturschutz an der Seebek

Wie es aussehen kann, sich unmittelbar und nicht bloß theoretisch für die Natur in der Stadt einzusetzen, kannst du hier erleben. Am Grenzbach zwischen Barmbek und Bramfeld wird aufgeräumt - für mehr Bach und weniger Grenze zwischen Natur und Stadt. Am Beispiel der Seebek erläutern wir euch bei einer Führung vor Ort die Defizite von Fließgewässern in der Stadt. Nachmittags gestalten wir gemeinsam den Lebensraum „Bach“, um ihn wieder attraktiv für seine Bewohner zu machen.

 Eike Schilling, NABU Hamburg

 

Verkehr der Zukunft: Was bewegt Hamburg 2050? Entwirf das Klimaschutzkonzept für den Stadtverkehr der Zukunft

Wie soll der Stadtverkehr 2050 aussehen? In einer Verkehrsausschusssitzung soll das Klimaschutzkonzept für den Stadtverkehr der Zukunft verabschiedet werden - Fahrradfahrer, Fußgänger, ÖPNV-Nutzer und Autofahrer diskutieren darüber, welchen Beitrag zum Klimaschutz jeder leisten kann und muss.

 Peter Lindlahr, HySolutions

Peter Lindlahr, HySolutions; Thilo Eckhardt und Alexander Berthold, Hochbahn AG

 

Mit dem Rad von A nach B: Umweltfreundlicher Individualverkehr in Hamburg? Mobil sein ohne Auto.

In unserer Stadt der Zukunft braucht man kein Auto, denn ÖPNV und Drahtesel bringen uns sicher von A nach B. Doch was muss noch geschehen, damit dieses Zukunftsszenario Realität wird? Wir diskutieren und schauen uns an, was auf Hamburgs Radwegen noch dringend nötig ist und was wir brauchen, um gerne und häufig Rad zu fahren.

 Amrey Depenau, ADFC

Amrey Depenau, ADFC

 

Städte 2050 - von petropolis zu ecopolis. Wie man Städte wirklich nachhaltig ausrichtet! Stadtplanung selbstgemacht

Heute lebt jeder zweite Mensch in Städten, 80% unserer Ressourcen – meist in Form von fossilen Brennstoffen - werden hier verbraucht. Wie müssen Städte auf die Herausforderungen der Ressourcenknappheit und angesichts des Klimawandels reagieren, um die Lebensqualität für ihre Bewohner zu erhalten? Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung, gerechte Bildung, Integration und Kultur, zielgerichtete Planung, Wissenschaft und Innovation sowie eine bürgernahe Kommunikation müssen bei der Suche nach Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zusammengedacht werden. Erfahrt wie eine solche Strategie aussehen kann und plant eine Stadt, die mit kreativen Möglichkeiten versehen ist, Energie zu sparen und zu erzeugen.

 Stefan Schurig, World Future Council

 Frederik Jung, Jugend Architektur Stadt e.V.

 

Von Guerillagardening und Gemeinschaftsgärten. Ökologische und kulturelle Stadtentwicklung u.a. am Beispiel des Interkulturellen Gartens in Wilhelmsburg.

Gärtnern tun nur deine Großeltern? Von wegen! Urbanes Gärtnern, ob Guerilla Gardening oder Gemeinschaftsgarten, schlägt überall neue Wurzeln. Hier erfahrt Ihr etwas von der politisch-sozialen Komponente des Urban Gardenings: der Garten nicht nur zur Verschönerung, sondern für Gemüse und Obst aus eigenem Anbau, als interkultureller Treffpunkt und urbaner Aktionsraum. Und weil's so schön grün ist, schauen und packen wir gleich mit an. (Tipps von deiner Oma können wir dabei gut gebrauchen.)

 Severin Halder, FU Berlin

Severin Halder, FU Berlin

 

Korrekter Konsum - wie funktioniert Nachhaltigkeit im Alltag? Die Macht der Konsumenten - Möglichkeiten der Einflussnahme im Alltag

Ist BIO gleich regional und saisonal? Und sorgt FAIRTrade tatsächlich für mehr Gerechtigkeit in den Produktionsländern? Wie finde ich mich in der Schlacht von Gütesiegeln zurecht? Wie kann ich durch meinen Einkauf für gute Arbeitsbedingungen, umweltfreundliche Produktion sorgen? Praktische Tipps für mehr Einflussnahme im Konsum, aber auch Hindernisse im Alltag möchten wir mit Dir in diesem Workshop diskutieren.

 

Carolin Blumenberg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Carolin Blumenberg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

 

Wie läuft's denn so? Die Zukunftsfähigkeit Hamburgs kritisch betrachtet. Politische Weichenstellung für unsere Zukunft

Nicht zuletzt die Wirtschafts- und Finanzkrise hat den Wandel zur „grünen“ Marktwirtschaft ausgelöst. Erstmals werden ökologische und ökonomische Belange als zwei Seiten derselben Medaille erkannt. Doch die Ertüchtigung von Effizienztechnologien und der Ausbau erneuerbarer Energien allein werden nicht ausreichen, den Ressourcenverbrauch Deutschlands in nennenswertem Umfang zu reduzieren. Jedem Effizienzerfolg steht eine neue Expansion gegenüber. Solange Wohnungen immer größer und Autos immer schwerer werden, verpuffen die schönsten Effizienzerfolge. Dringlicher denn je ist daher ein Wandel unserer Lebensstile. Wie dieser Wandel ins Werk gesetzt werden kann, wird Gegenstand des Workshops sein.

 Michael Kopatz, Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Michael Kopatz, Wuppertalinstitut und Dr. Delia Schindler, Zukunftsrat Hamburg

 

 

Peak Oil und Postwachstumsökonomie Wie geht es weiter nach dem fossilen Zeitalter?

Wie geht es weiter nach dem fossilen Zeitalter? Was passiert mit unserer Gesellschaft, wenn die dringend benötigte Ressource Öl knapp wird? Kann unsere Ökonomie dann noch weiter wachsen und ist das überhaupt erforderlich? Nach einer inhaltlichen Einführung diskutieren wir gemeinsam, bilden uns eine Meinung und überlegen, wie viel ein Einstellungswandel des Einzelnen verändern kann.

 Niko Paech, Universität Oldenburg

 Niko Paech, Universität Oldenburg und Paul Nellen, Postfossil Institut

 

Politische Aktionsformen und Campaigning. Planung und Durchführung von kreativen Aktionen

Den erhobenen Zeigefinger fand schon als Kind niemand ansprechend - heute also anders: Wir packen einen Methodenkoffer voll mit klassischen und "neuen" Aktionsformen, auch solche, mit denen man andere MIT SPAß zum Mitmachen und Umdenken bewegen kann und überlegen, wann und wie man sie am besten einsetzt.

 Marc Amann

 

BERUFung Umwelt

Karrierewege in der grünen Branche

Du willst deine Werte und Einstellungen auch im Beruf leben? Das Handwerk bietet viele Wege zu "grünen" Berufen, die im Einklang mit ökologischen Interessen stehen. Interviewe dazu selbst Experten und finde Anhaltspunkte für Deinen eigenen beruflichen Weg.

Oliver Thieß, Serviceagentur ANSCHLUSS HANDWERK (SAH) der Handwerkskammer Hamburg

 

PODIUMSDISKUSSION

Wie sieht die Stadt aus, in der du leben willst? Auf der Podiumsdiskussion wollen wir die Ergebnisse unserer Arbeit in den Workshops mit Vertretern aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren. Dabei soll es um eure Ideen für eine junge und umweltfreundliche Stadt gehen und eure Forderungen Gehör finden.

Als Diskutanten sprechen:

Dr. Jutta Blankau (Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt), Frank Böttcher (Institut für Wetter- und Klimakommunikation GmbH), Tanja Busse (Autorin von „Die Einkaufsrevolution. Konsumenten entdecken ihre Macht“) und Kristina Wahl (B.A.U.M. e.V.).

 

POLITIKFORUM

Und wie werden die Ideen und Forderungen jetzt umgesetzt? Findet heraus, was die politischen Parteien zu Klima & Energie, Ressourcenschutz, Mobilität, Natur, Stadtentwicklung und Konsum zu sagen haben und löchert sie mit euren Fragen! Auf dem ‚heißen Stuhl‘ könnt ihr mit den umweltpolitischen Sprechern der Bürgerschaftsfraktionen diskutieren, wie sie eure Ideen in die Tat umsetzen können. Für Diskussionen stehen bereit:

Frau Dr. Monika Schaal, SPD

Herr Jens Kerstan, GAL

Frau Birgit Stöver, CDU

Herr Dr. Kurt Duve, FDP

Frau Dora Heyenn, DIE LINKE

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PROJEKTWERKSTATT

Hier werden Pläne geschmiedet! Wer die Ideen aus den Workshops lieber in konkreten Projekten umsetzen will, der erhält hier erste Impulse für die Umsetzung. Nach eigenen Interessen und Erfahrungen erarbeitet ihr im Team selbstbestimmt, welche Aktion ihr wie angehen wollt.

Noch keine Idee für ein Projekt, aber Lust aktiv zu werden? Dann habt ihr hier die Möglichkeit aufzuspringen und euch mit anderen zu vernetzen.